GeoVirtual Geschichte der Region Atacama
Forscher und Reisende
Pérez Rosales in Copiapó (1859)
Museo Virtual
W.Griem (2005)

deutsch / español

V. Perez Rosales describe Copiapó en 1859:
Texto Original:

V. Perez Rosales beschreibt Copiapó im Jahre 1859

Originaltext:

Von den vier departamentos (Verwaltungseinheit) aus denen sich die Atacama Region zusammensetzt ist die oben genannte die interessanteste. Sie ist im Osten durch die Anden begrenzt und im Westen durch das Departamento Caldera. Seine Hauptstadt, San Francisco de la Selva, ist gleichzeitig die Hauptstadt der Provinz und Residenz der wichtigsten Persönlichkeiten. Ferner gibt es einig Ansiedelungen wie Juan-Godoi am Fusse des reichen Hügels von Chañarcillo, Tres-Puntas nahe bei der Mine mit gleichem Namen, San Fernando, Nantoco, San Antonio und weitere mit geringer Wichtigkeit, welche am Ufer des Copiapó Flusses und in der Nähe von Amalgamationswerken liegen.

Die Stadt San Francisco de la Selva ist verbunden mit der grössten Eisenbahnlinie welche man im südlichem (Original: Meridional) Amerika gebaut hat. Liegt 50 Meilen (80 km) vom Hafen über dem meridionalen Rand vom Copiapó-Fluss entfernt, 27º 24' lat. S. y 15' 50" long E vom Santiago - Meridian. Befindet sich in einer Höhe von 396 Metern über dem Meeresspiegel. Sein Anblick, das rastlose Treiben welches man hier beobachten kann und die Vielzahl der Mittel die seit der Eröffnung der Eisenbahnlinie vorhanden sind machen die Stadt zu einem angenehmem und interessanten Wohnsitz. Vor sechs Jahren noch eine einfache Ortschaft, teuer und misslich, nicht bewohnbar außer für Bergwerksbesitzer. Abgeschreckt durch die Hässlichkeit, zog es sie immer in die zentraleren Regionen, wo sie sich ihrem Reichtum erfreuen konnten. Aber ab 1851 änderte sich diese Situation; die Eisenbahn brachte das Gas, die schönen Gebäude, das Theater, die öffentlichen Plätze, die Annehmlichkeiten, den Reichtum, den Überfluss an Produkten wie Nahrungsmitteln und den korporativen Unternehmensgeist. Dies kann man jeden Tag in der Stadt und im Departamento erfahren so lassen sich zur Zeit eine große Anzahl von Ausländern und Einheimische definitiv für immer hier nieder.

Die Stadt hat eine hübsche Kirche mit einem stilvollen Marmoraltar, zwei christliche Konvente von San Francisco und zwei öffentliche Kapellen von Privatpersonen unterhalten.

In der Stadt existiert unter dem Namen "Gremio de Minería" eine Korporation, welche sich um die Aufrechterhaltung der Ordnung und die rechtlichen Fragen in den Bergbaugebieten kümmert, auch wird die Qualität der Wege, die Anlegung neuer Kommunikationssysteme und die Durchführung von öffentlichen gemeinnützigen Projekten betrieben. Die Einnahmen im Jahre 1853 beliefen sich auf  31.253 Pesos, bei einem Satz von 3/4 Reales für jeden "Marco" exportiertem Silber. Der Rest der Ausgaben, für welche nicht das Gremio aufkommen konnte wurden vom Staat übernommen.

Man taxiert den Wert der neuen Gebäude in dieser Stadt auf 1.900.000 (?) zwei Jahre nach der Gründung der Eisenbahn, deren positiver Einfluss auch auf die Entwicklung der Dörfern San Fernando, San Antonio und Juan Godoi sich ausweitete. ....

... Zusätzlich zu der Eisenbahnstrecke, welche gerade 25 Kilometer in das Hinterland verlängert wurde (*1) sollen auch die Straßen zwischen der Hauptstadt, nach Romero, nach Sacramento und nach Pérez sowie die von Tres Puntas nach Flamenco nicht unerwähnt bleiben. Alle diese Wege sind gut ausgebaute und gepflegte Straßen

.

 

Übersetzung aus dem spanischen von W. Griem - Angleichung einiger physikalischer Einheiten; Kürzungen vorbehalten.

Pérez Rosales beschreibt Copiapó aus dem Jahr 1859. Er nennt das starke Wirtschaftswachstum in den Jahren um 1851. Die ist genau der Zeitpunkt in denen zum Beispiel Paul Treutler die Stadt beschreibt. Man erkennt, dass Pérez Rosales ein "offizieller" Berichterstatter ist, er nennt Copiapó bei seinem damaligen offiziellen Namen: San Francisco de la Selva - andere Quellen aus der selben Zeit benutzen durchweg den Namen "Copiapó".



Kirche von Copiapo (Philippi, 1860)
Aus: PHILIPPI, RODULFO AMANDO (1860): Kirche von Copiapó

 

 

Alte Karte vom Gebiet Copiapo
Aus: Pérez Rosales, V. (1859): Karte des Bereiches von Copiapó
 (Karte total: V. Pérez Rosales (1859)

(*1): Verlängerung der Eisenbahnlinie in das Landesinnere: 1855 Pabellón (37 km); 1858 Chañarcillo (40 km)  y 1867 San Antonio (33 km). Damit bezieht sich Perez Rosales wohl auf die Verlängerung nach Pabellón oder Chañarcillo. - Aber die Länge beider Linien entspricht nicht den wahren Zahlen.
 

véase también:
Burmeister: Viaje en tren Copiapó - Caldera

 

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Pérez Rosales, V. (1859): Ensayo sobre Chile.- Escrito en Francés y Publicado en Hamburgo; Traducción al español por Manuel Miquel; Imprenta Ferrocarril (Santiago): p189-208 y p397-451.
(Colección Museo Regional de Atacama en Copiapó)  (>Bibliobrafía)


PHILIPPI, RUDOLPH AMANDUS (1860):
REISE DURCH DIE WUESTE ATACAMA AUF BEFEHL DER CHILENISCHEN REGIERUNG IM SOMER 1853-54 UNTERNOMMEN UND BESCHRIEBEN. VON DR... NEBST EINER KARTE UND XXVII TAFELN HALLE Eduard Anton 1860
   
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