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Die Eisenbahn
in der Region Atacama |
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Nach heutigen Maßstäben ist es kaum Vorstellbar, wie in dieser. doch sehr menschenleeren Atacama-Wüste ein Netz aus Eisenbahnlinien existieren konnte. Insgesamt war dieses Netz recht imposant, doch in erster Linie handelte es sich um Industriebahnen. Viele der Strecken wurden anfangs mit reiner Pferdekraft befahren, um dann recht schnell auf Dampf umgestellt zu werden. Die englische industrielle Vorherrschaft... weiterlesen
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Touristischer Rundgang
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Einführung
Nach heutigen Maßstäben ist es kaum Vorstellbar, wie in dieser. doch sehr
menschenleeren Wüste ein Netz aus Eisenbahnlinien existieren konnte.
Insgesamt war dieses Netz recht imposant, doch in erster Linie handelte es
sich um Industriebahnen. Viele der Strecken wurden anfangs mit reiner
Pferdekraft befahren, um dann recht schnell auf Dampf umgestellt zu werden.
Die englische industrielle Vorherrschaft in den Jahren um 1850 führte zu
einem soliden Ausbau der
ersten Eisenbahnstrecken, bei einer uns bekannten
Spurweite von 1435 mm, die gängige europäische Norm. Es muss beachtet werden,
dass ein rentabler Bergbau damals (wie heute auch) nur mit einem
leistungsfähigen Transportmittel bewerkstelligt werden konnte. In den Jahren
von 1850 bis 1930 traf dies nur auf die Eisenbahn zu. Pferde und Kutschen
konnten keinen zuverlässigen und kostengünstigen Erztransport gewährleisten.
Die bis zum Bau der zusammenschließenden Nord - Süd Trasse um 1914
einzelnen, nicht miteinander verbundenen Schienenstränge besaßen eine beachtliche Ausdehnung. Leider
wurden letztendlich eine Vielzahl verschiedener Spurweiten benutzt. Der
Personentransport war für die demographische und sozioökonomische
Entwicklung der Atacama Region außerordentlich wichtig, aber oftmals kein gutes
Geschäft für die Eisenbahngesellschaften. Außerdem bewirkte die Dynamik des Bergbaues (Preisveränderungen,
Erschöpfung von Lagerstätten usw.) das viele, teuer erbaute Strecken bald
nutzlos ins "Nichts" führten. Dörfer wurden gegründet und nach einigen
Jahrzehnten verschwanden sie auch wieder. So ergab es sich bald, das viele
Strecken den Bedürfnissen der Industrie und Bevölkerung nicht mehr genügten.
Mit dem Bau asphaltierter Straßen und der Einführung einiger
Linienbusverbindungen oder der Bereitstellung von Lastkraftwagen war eine
nicht zu übersehende Konkurrenz geboren. Schnell wurde der Personenverkehr
auf die Straße verlegt, alsbald folgte der Güterverkehr. Die Strecken lagen
mehrere Jahre still und wurden schließlich rückgebaut. Die Strecken von
Chañarcillo,
Puquios,
Jarilla, um nur einige zu nennen, verschwanden für
immer. Heute (2006) setzt sich (leider) diese Tendenz fort. Nur noch die
Strecken Mina Colorado - Vallenar - Huasco und Chañaral - Potrerillos werden
aktiv befahren. Die Strecken um Copiapó, Inca de Oro, Paipote usw. gibt es
noch, aber der letzte Vorhang ist wohl schon gefallen. So verschwindet nicht
nur eine millionenschwere Investition aus früheren Zeiten im Nichts - auch
verschwindet ein Stück Industriegeschichte. Wolfgang Griem, 2006 Falls Sie über alte Fotos, oder sonstiges (historisches) Material der Atacama Region verfügen würden wir uns sehr freuen dieses in unseren Seiten implementieren zu dürfen: Kontakt |
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Dr. Wolfgang
Griem; Dozent an der Universidad de Atacama (Copiapó / Chile):
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(*Publiziert in 2004 / 2006)
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