|
Eisenbahnen in Atacama (Chile) |
Strecke
Pabellón - Chañarcillo (Juan Godoy) |
Museo virtual
deutsch / español |
|
Diese
Strecke erlaubte einen direkten Zugang zu den wichtigen Silberminen von
Chañarcillo. Die schon in den Jahren 1854/55 fertig gestellte Strecke von
Copiapó nach Pabellón vereinfachte natürlich enorm den Bau einer
durchgehenden Linie von Caldera dem Hafen zu den Silberminen von
Chañarcillo. Aus heutiger Sicht scheint die Streckenführung ein bisschen
umständlich gewählt worden zu sein: Technisch sollte die Alternative
über den Llano de Jaula (wo heute die Pan Americana und die Eisenbahnstrecke
Vallenar - Copiapó herführt) etwas einfacher zu bewerkstelligen sein, aber
es sollte in betracht gezogen werden, dass damals die Wasserversorgung ein
sehr wichtiger Punkt in der Streckenführung bedeutete. Also wurden die
Strecken soweit wie möglich an den natürlichen Wasservorkommen orientiert.
So gab es fast keine Alternative den morphologisch etwas schwierigen Weg
über Molle und Pabellón zu wählen. Die Streckenführung "Molle Alto" und "Molle Bajo" bedeutete die Überwindung eines kleinen Passes von 1364 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Deshalb musste die Strecke in 23 Kilometer Länge etwa 676 Meter ansteigen. Die Anzahl der Dämme, engen Kurven und Einschnitte zeigt, dass die Planung und Konstruktion doch nicht so einfach war wie angenommen. Schließlich konnte die Strecke ihre Aufgabe erfüllen. Jedes Jahr wurden etwa 1.500 Tonnen Silber aus Chañarcillo mit der Bahn abtransportiert. Außerdem konnte ein einfacherer Warentransport nach Juan Godoy (dem Ort an der Silbermine) erfolgen: 1881 wurden so nach Chañarcillo 2.200 Tonnen verschiedene Produkte transportiert. Im Jahre 1894 konnte eine starke Verminderung der Transportmenge beobachtet werden, nur noch 1.200 Tonnen. Auch der Personentransport spielte eine beachtliche Rolle. So wurden im Jahre 1881 etwa 5600 Personen auf der Strecke befördert (Die Station Juan Godoy lag damit auf dem 5. Platz). Es sollte noch angemerkt werden, dass in diesem Jahre die Silberreserven deutlich zurückgingen, und die Bergbauaktivitäten langsam abnahmen.
Zusammenfassung:
1858: Versuche mit Dampflokomotiven
|
Inhaltsverzeichnis:
Touristischer Rundgang
Beschreibung einer Eisenbahnfart
um 1852 (P. Treutler)
----- |
||||||||||||||||||||||||||||
|
Strecke Chañarcillo - Pabellón
Am 10 November 1868 wurde die Eisenbahnstrecke Pabellón Chañarcillo gekauft, welche einer englischen Firma gehörte und nun mit der Hauptlinie etwa 1 1/2 Kilometer oberhalb von Pabellón verbunden wurde. Die Strecke ist 42 Kilometer (26 Meilen) lang und kostete nur $ 145,762.50 inklusive Stationen, Maschinen und Zinsen. Die
Strecke nach Chañarcillo zweigt bei Kilometer 119,6 vom Copiapo Tale ab, in
süd-westlicher Richtung und nimmt danach einen nach Süden gerichteten
Verlauf, um in ein trockenes Tal zu biegen und steigt in engen sich
wiederholenden und rückläufigen Kurven empor, bis an die Passhöhe "Molle"
genannt nach 23 Kilometern vn Pabellón anlangt. Die Höhe beträgt hier 1.364
Meter über dem Meeresspiegel. Von hier aus verläuft die Strecke in südliche
Richtung stark an Höhe verlierend. Danach schwenkt sie nach Westen,
auch noch in vielen Kurven und starker Neigung. Nun gelangt die Strecke an
den Grund einer anderen trockenen Quebrada um nach Pajonales zu gelangen, in
83 Kilometer Entfernung von Pabellón und 761 Meter Höhe über dem Meer. Von
hier aus zieht die Strecke weiter in nördliche Richtung, wieder ansteigend
zum Bahnhof "Juan Godoi", welcher in 159,60 Kilometer Entfernung von Caldera
liegt und 876 m Höhe über dem Meer.
Länge der Nebengleise: 2,89 km Größte Steigung zwischen Pabellón und Chañarcillo: 1 zu 19 = 5,20% 1265 Schwellen pro Kilometer. Die Strecke nach Chañarcillo besitzt fünf Brücken aus Holz mit einer Breite von 2,5m, sie wurden letztes Jahr erbaut.
"Mixto"
(Personen und Güterbeförderung) von Copiapó in das Landesinnere, an zwei
Wochentagen nach San Antonio, an drei Wochentagen nach Chañarcillo und an
zwei Tagen in der Woche nach Puquios. Die Linie nach Chañarcillo wurde für die "Compañia Inglesa" von Herrn Jorje K. Stevenson als ausführendes Subunternehmen erbaut, unter der Oberaufsicht von dem Ingenieur Herrn Flint.
Am 12 August (1894) kam es wieder zu schweren Regenfällen, es wurden einige Teile der Strecke nach Chañarcillo untergraben, konnte aber repariert werden, ohne den Verkehr zu beeinträchtigen.
Seit der Zeit des Ankaufes der Strecke nach Chañarcillo existieren die Reste einer in einem Unfall verunglückten Lokomotive (der Klasse No. 24). Viele ihrer kleinen Teile konnten als Ersatzteile anderer Lokomotiven benutzt werden. Nachdem die Reste vom Kessel weggeschafft wurden, konnte erkannt werden, dass sich diese in einem sehr guten Zustand befanden. Nach nur einer kurzen Zeit der Wiederherstellung und Reparatur konnte dieser wieder in einer Lokomotive No 24 eingebaut werden.
Unfälle: 3. Juli 1881: Der "caminero" Zenon Cortez versuchte noch auf den Zug von Chañarcillo bei der Steigung von Pabellón zu springen; doch wegen leichter Trunkenheit fiel er zwischen die Schienen und die Räder der Wagen trennten ihm die Beine ab. Er verstarb einige Tage später.
Man tauschte die Drähte zwischen Pabellón und Chañarcillo und es wurden neue Masten, aus alten Schienen aufgestellt, nun ist die ganze Strecke zwischen Caldera und Chañarcillo funktionsfähig. 1881: Zwischen Caldera und Chañarcillo wurden von der Gesellschaft eine Telegraphenlinie aufgestellt aus Masten aus alten Schienen welche parallel der Strecke verläuft. Der Regierung wurde das Recht eingeräumt zwei Leitungen auf den selben Masten zu befestigen..
Der Text wurde
digitalisiert, in ASCII umgewandelt, bearbeitet, übersetzt und teilweise der aktuellen
Rechtschreibung angepasst von Dr. Wolfgang Griem. |
|||||||||||||||||||||||||||||
| Das in spanischer Sprache verfasste Modul ist zumeist etwas Umfangreicher. Falls Sie über alte Fotos, oder sonstiges (historisches) Material der Atacama Region verfügen würden wir uns sehr freuen, dieses in unsere Seiten implementieren zu dürfen: Kontakt | |||||||||||||||||||||||||||||
|
vorige Seite |
Inhaltsverzeichnis touristischer Rundgang Inhalt: Eisenbahn in Atacama Schlagwortindex |
|
||
►
Eingang des virtuellen Museums │Karte der
Region Atacama
│Topografische Karten
der Region │
Virtuelle Aussicht │
3-dimensionale Bilder
der Region
◄
►
Geschichte
der Atacama - Region
│
Eisenbahnseiten │
Klima der Atacama Region │
Links │
Literaturhinweise
◄
►
Geologischer Rundgang (esp.) ◄
GeoVirtual
www.geovirtual2.cl /
sitemap / virtuelles Museum Atacama /
Eisenbahn in Atacama

© Dr. Wolfgang
Griem; Dozent an der Universidad de Atacama (Copiapó, Chile)
Kontakt
& Mail
(*Publiziert am 18.5.2005)
Nutzungsrichtlinien
Schlagwortindex
Ausdrücklich ist jegliche, nicht von
den Autoren genehmigte, Neuveröffentlichung untersagt. Dies gilt speziell
für elektronische Publikationen:
Nutzungsrichtlinien