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W. Griem (2007)

Die Atacama Region
Bereich Freirina - Labrar
Quebradita

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Das ehemalige Schulgebäude in Quebradita (Atacama, Chile)
Foto: Ehemalige Schule von Quebradita ; Foto W. Griem (2006; K10537) -
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Nur einige Kilometer vom Friedhof entfernt befand sich der Ort Quebradita. Noch heute stehen einige Häuser - aber sehenswert ist das alte Schulhaus. Das Gebäude wurde an einem recht steilen Hang erbaut und hat zwei Stockwerke. Die Proportionen des Gebäudes in der Wüste besitzen etwas irreales - ein wenig deplatziert. Ein typisches städtisches Haus in der Einsamkeit und der Weite der Wüste.

Quebradita war ein kleiner Ort mit Geschäften, Post und eben der Schule. Seine beste Zeit erlebte der Ort ab 1860. In den Jahren 1956 und 1957 mussten die umliegenden Bergwerksbetriebe wegen des Verfallens des Kupferpreis leider allesamt schließen und die Menschen verließen die Ortschaft.

Die wichtigsten Minen hießen  "Quebradita" und "Socavon". Letztere hatte 1908 eine Teufe von 430 Metern, und es werden große Schwierigkeiten auf Grund von Wassereinbrüchen beschrieben (Yunge, 1910). Die gangförmigen Lagerstätten besaßen Mächtigkeiten zwischen 1,50m bis höchstens 4,00 min einigen Bereichen. Die sulphidische Erzzone begann in 40 Meter Teufe.  Der Personalaufwand in dieser Zeit war enorm, in der Mine Socavon arbeiteten 1908 etwa 115 Personen. Die Kupfergehalte lagen bei 16% und der Betrieb war auf einem hohen technischen Stand: Kessel, Dampfmaschinen, elektrische Bohrgeräte von Siemens und von einen Otto - Motor wird berichtet. Aber daneben gab es pferdebetriebene Mineralzerkleinerungsanlagen.   

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Ein verlassener Ort in der Wüste - Quebradita in der Region Atacama
Foto: Der ehemalige Ort Quebradita mt der Schule im Hintergrund; Foto W. Griem (2006; K10544) -
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Interessant ist noch, dass die Bergwerke von Quebradita die Kupferkrise in dem Jahre 1908 ganz gut überwunden hatten. Im Gegensatz zu anderen Bergbaudistrikten konnte weitgehend weitergearbeitet werden. (Yunge, 1910).

Der gute Kupferpreis (zwischen 3 und 4 US$) in den Jahren 2005 und 2006 bewirkt, dass einige Minen heute (2007) wieder bearbeitet werden, wenn auch von so genannten "pirquineros", also Kleinstbetrieben mit rudimentären technischer Ausrüstung.  

 
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(*Publiziert am 27. 7.2007)