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Museo Virtual GeoVirtual W.Griem |
Chañarcillo Beschreibung von KUNZ (1890) |
Bergbau in der Region Atacama deutsch / español |
| Kunz 1890: Chañarcillo (Originaltext): |
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Der Entdecker war ein armer Cateador, Juan Godoi, welcher am Abhange des Berges Chañarcillo auf der Oberfläche große Klumpen fast gediegenen Silbers vorfand, sofort Mutung einlegte, seine Gerechtsame aber bald an die Familie Gallo in Copiapó für eine kleine Summe verkaufte, diese bald verprasste und später in Armut starb, während die Familie Gallo geheure Reichthümer aus dieser Fundgrube gewann. Auf einem der öffentlichen Plätze Copiapós hat man Godoi zu Ehren sogar, ein Denkmal gesetzt, nach seinem Namen auch das am Fuße des Berges gelegene Dorf benannt. Vor etwa 10 Jahren hat Jemand den Bruttowert der Ausbeute von Chañarcillo auf über 300 Mill. Pesos Gold berechnet. Das Mineral von Chañarcillo stellt einen ca. 331 Meter hohen Berg vor der ein einziges Silbermineral ist. In den oberen Gangteilen der Mine Bolados wurde eine Masse von fast 100 Centnern gediegenen Silbers mit Chlorbromsilber an getroffen, welches herausgemeisselt werden musste. Das Mineral Chañarcillo aus welchem so ungeheure Reichtümer geschöpft worden sind und dem Copiapó fast seine Entstehung, sicher aber seine Eisenbahn verdankt ist zur Zeit ganz unproduktiv; höchstens werden wöchentlich zwei Carros Silbererze im ganzen Mineral gefördert. Bei alledem wird der Kalkulation Glauben geschenkt, dass noch mindestens für 300 Mill. Pesos Silbermineral in den Minen vorhanden sei. Der Ort Chañarcillo , auch
Plazilla de Juan Godoi genannt liegt 4473' über Meereshöhe, dicht am Fuße
des sich steil erhebenden Berges Chañarcillo, einem Vorberge der
Andencordillere, welcher ganz kahl und vegetationslos, vom Gipfel bis zum
Fuße mit 100, heute fast sämtlich außer Betrieb befindlichen Silbergruben
bedeckt ist. Aber nicht allein in diesem Berge, auch in der Ebene befinden
sich rings um diesen Ort in unmittelbarer Nähe, ja in den Strassen
Silberbergwerke und im Umkreise von einigen Meilen noch viele andere
Bergwerksdistricte, wie z. B. Bandurias, Cerro Blanco u. a., welche heute
außer Betrieb, demungeachtet noch immer eine reiche Ausbeute von Silber
versprechen.
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Der Text von Kunz (1890) zeigt viele Parallelen zum Text von Domeyko (1840. Aber Kunz beschreibt die historische Situation ein bisschen Oberflächlicher. Speziell seine Betrachtungen über Juan Godoi, dem Entdecker von Chañarcillo sind stark vereinfacht.
Bei den Gewichtsangaben muss ein wenig aufgepasst werden, denn Domeyko spricht von 3200 Kg in der Mine Bolados, die 5000 Kg von Kunz können durch den etwas verwirrenden gebrauch verschiedener Einheiten entstanden sein: Es gibt das quíntal, quíntal métrico und den deutschen Zentner.
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Der Originaltext wurde nach ASCII umgewandelt,
editiert, gekürzt und teilweise der aktuellen Rechtschreibung
angepasst - physikalische Einheiten wurden umgeformt von Dr. Wolfgang
Griem. Ausdrücklich ist jegliche, nicht von den Autoren genehmigte, Neuveröffentlichung untersagt. Dies gilt insbesondere für elektronische Publikationen: Nutzungsrichtlinien |
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