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W.Griem
Chañarcillo
Beschreibung von KUNZ (1890)
Bergbau in der Region Atacama

deutsch / español
Kunz 1890: Chañarcillo (Originaltext): Atacama Wüste - Chile
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Chañarcillo
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Chañarcillo heute

Beschreibung von Domeko (1840)
Beschreibung von Kunz (1890)

Gilliss (1851): Bergleute in Chañarcillo
Zitate: Geologie von Chañarcillo

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Bergbau in Atacama
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Geschichte der Region Atacama
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Hugo Kunz
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 Chañarcillo

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Kunz: Chañarcillo

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Der Entdecker war ein armer Cateador, Juan Godoi, welcher am Abhange des Berges Chañarcillo auf der Oberfläche große Klumpen fast gediegenen Silbers vorfand, sofort Mutung einlegte, seine Gerechtsame aber bald an die Familie Gallo in Copiapó für eine kleine Summe verkaufte, diese bald verprasste und später in Armut starb, während die Familie Gallo geheure Reichthümer aus dieser Fundgrube gewann. Auf einem der öffentlichen Plätze Copiapós hat man Godoi zu Ehren sogar, ein Denkmal gesetzt, nach seinem Namen auch das am Fuße des Berges gelegene Dorf benannt. Vor etwa 10 Jahren hat Jemand den Bruttowert der Ausbeute von Chañarcillo auf über 300 Mill. Pesos Gold berechnet. Das Mineral von Chañarcillo stellt einen ca. 331 Meter hohen Berg vor der ein einziges Silbermineral ist. In den oberen Gangteilen der Mine Bolados wurde eine Masse von fast 100 Centnern gediegenen Silbers mit Chlorbromsilber an getroffen, welches herausgemeisselt werden musste. Das Mineral Chañarcillo aus welchem so ungeheure Reichtümer geschöpft worden sind und dem Copiapó fast seine Entstehung, sicher aber seine Eisenbahn verdankt ist zur Zeit ganz unproduktiv; höchstens werden wöchentlich zwei Carros Silbererze im ganzen Mineral gefördert. Bei alledem wird der Kalkulation Glauben geschenkt, dass noch mindestens für 300 Mill. Pesos Silbermineral in den Minen vorhanden sei.

Der Ort Chañarcillo , auch Plazilla de Juan Godoi genannt liegt 4473' über Meereshöhe, dicht am Fuße des sich steil erhebenden Berges Chañarcillo, einem Vorberge der Andencordillere, welcher ganz kahl und vegetationslos, vom Gipfel bis zum Fuße mit 100, heute fast sämtlich außer Betrieb befindlichen Silbergruben bedeckt ist. Aber nicht allein in diesem Berge, auch in der Ebene befinden sich rings um diesen Ort in unmittelbarer Nähe, ja in den Strassen Silberbergwerke und im Umkreise von einigen Meilen noch viele andere Bergwerksdistricte, wie z. B. Bandurias, Cerro Blanco u. a., welche heute außer Betrieb, demungeachtet noch immer eine reiche Ausbeute von Silber versprechen.

 


Kunz, Hugo
(1890): Chile und die deutschen Kolonien. - 634 Seiten: Commisonsverlag Julius Klinkhard, Leipzig
Sammlung Museo Regional de Atacama

Der Text von Kunz (1890) zeigt viele Parallelen zum Text von Domeyko (1840. Aber Kunz beschreibt die historische Situation ein bisschen Oberflächlicher. Speziell seine Betrachtungen über Juan Godoi, dem Entdecker von Chañarcillo sind stark vereinfacht.

restos de Chañarcillo
Scherbe aus Chañarcillo (1999)

Bei den Gewichtsangaben muss ein wenig aufgepasst werden, denn Domeyko spricht von 3200 Kg in der Mine Bolados, die 5000 Kg von Kunz können durch den etwas verwirrenden gebrauch verschiedener  Einheiten entstanden sein: Es gibt das quíntal, quíntal métrico und den deutschen Zentner. 

  

Historische Karte - Juan Godoi, Chañarcillo
Andrees Handatlas 1887



Historische Beschreibung von Chañarcillo:

>> Domeyko (1840)

 
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(erstellt: Okt. 2004/ )
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