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Geschichte der Atacama Region (Chile) Forscher und Reisende Rodulfo Philippi in Copiapó (1853) |
Museo Virtual W.Griem (2004) deutsch / español |
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Original Text:
Rudolph Philippi in Copiapó
Wir stiegen in dem sehr guten französischen
Gasthofe ab und blieben bis zum
3. Dezember
(1853).
Copiapó hat viele hübsche, sehr geschmackvolle Häuser und darunter trotz der Häufigkeit der Erdbeben viele zweistöckige. Die Bauart ist ungemein leicht. Hütten, Schuppen, Ställe und dergleichen werden aus einem Rahmen von schwarzem Holz errichtet, der mit Schilf ausgefüllt wird. Gegen dieses Schilf wird von beiden Seiten Lehm oder Straßenkot, was auf eins herauskommt, geschmiert, und auf dieselbe Weise wird das Dach gemacht, welches geneigt ist. Man begreift, dass dergleichen Gebäude in großer Gefahr sind einzustürzen, wenn einmal der Fluss austritt und die Straßen überschwemmt, was alle Jahrhundert einmal vorkommt. Die Hauptmauern der bessern Wohnhäuser sind freilich dicker und solider, meist von Luftsteinen ausgeführt, aber die Scheidewände der Zimmer sind oft ebenso dünn und auf die gleiche Weise gebaut.
Der Text wurde digitalisiert, in ASCII umgewandelt, bearbeitet und teilweise der aktuellen Rechtschreibung angepasst von Dr. Wolfgang Griem. |
1 Einen richtigen Wald hat wahrscheinlich auch nie gegeben. Die klimatischen Verhältnisse und die gelegentlich auftretenden Starkregenfälle mit den verbundenen Hangrutschungen und Gerölllawinen lassen eigentlich keinen dauerhaften Waldbewuchs zu. Es muss vielmehr von einem Dickicht aus mittelhohen Chañarbäumen ausgegangen werden. ----- Diese Aussage
steht etwas im Widerspruch zu den Beobachtungen von Paul Treutler um 1851.
Er beschreibt Copiapó wie folgt: ----- Die Herstellung des Lehms zum Häuserbau wird hier etwas polemisch vereinfacht. Es wurden etwa 30 cm tiefe Gruben ausgehoben und mit Wasser gefüllt. Dann wurde beurteilt ob der Lehm auch taugt - dies geschah mit Hilfe der "Würstchenmethode" was bedeutet, dass kleine geformte Lehmschlangen etwa zwischen 7 bis 10 cm ohne brechen standhielten. Danach wurde noch die Brea-Pflanze zugegen.
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| PHILIPPI, RUDOLPH AMANDUS (1860): REISE DURCH DIE WUESTE ATACAMA AUF BEFEHL DER CHILENISCHEN REGIERUNG IM SOMER 1853-54 UNTERNOMMEN UND BESCHRIEBEN. VON DR... NEBST EINER KARTE UND XXVII TAFELN HALLE Eduard Anton 1860 | ||
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R. A. Philippi

© Dr. Wolfgang Griem, Kontakt & Mail
(*Publiziert am 18.11.2004)
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