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Bergbaudistrikt Chañarcillo (Ag) in der Atacama Wüste - Chile 

Chañarcillo-Mine: Geschichte und Zeitlinie

Museo Virtual, Atacama
W. Griem, 2005 - 2018
Basis eines Pferdegöpel in den ehemaligen Minen von Chañarcillo, Atacama (Chile)

Pferdegöpel in Chanarcillo im Jahre 1864 - in Funktion (Chile)
Eingang in die Dolores-Mine in Chañarcillo, Atacama Region - Chile
Bergmänner in Chañarcillo (Atacama-Wüste) um 1864

Chañarcillo, Zeitlinie: español / deutsch

Jahr Zeitlinie von Chañarcillo
1747 Agustin Zuleta  beendet ohne Erfolg Explorationstätigkeiten auf Gold im Bereich von Chañarcillo.
1808 Am Co. Bandurrias, nur wenige Kilometer von Chañarcillo entfernt wird eine Kupferschmelze in Betrieb genommen.
1818 Es bibt zwei Kupfer-Aufbereitungsanlagen im Sektor die eine von Santiago Escuti und die andere von Miguel Gallo im Bereich "El Molle".
1832 Juan Godoy entdeckt die Lagerstätte Chañarcillo
1833 Dieses Jahr werden etwa 20,3 Tonnen Silber aus Chañarcillo in den Schmelzöfen von Copiapó erzeugt. (Domeyko, 1840)
1837 In Chañarcillo wird der Zugang für Frauen beschränkt: Nur mit Erlaubnis des Vaters, Ehemannes oder Bruder erlaubt man ihnen den Zugang.
1838 Bis zum Jahre 1838 verarmen die ersten Lagerstätten allmählich, die Produktion sinkt. Aber in diesem Jahre wird die Lagerstätte "Colorada" entdeckt, welche einen neuen Impuls für Chañarcillo gibt.
1839 Diese Jahr in Chañarcillo; 12 produktive Gruben (55 Gruben in tauben Gestein) in total 518 beschäftigte Personen.
1840 Der Wissenschaftler Ignacio Domeyko besucht die Region Atacama.
1841 Im Alter von 52 Jahren, am 30 August, stirbt Juan Godoy, der Entdecker von Chañarcillo.
1842 In den Bergwerken von Chañarcillo arbeiten 672 Personen - in etwa 90 bis 106 Gruben verteilt. Nur 14-18 sind wirklich produktiv.
1847 nach Martin (1923) zerstört ein Feuer Juan Godoi - später wurde es planmäßiger wieder aufgebaut.
1851 118 Bergwerke arbeiten in Chañarcillo; nur 18 sind rentabel. 4 Minen (La Descubridora, Delirio, San Francisco y San José) können als ausgesprochen Reich bezeichnet werden.
1854/55 Bau der Eisenbahnstrecke Copiapó - Chañarcillo (Zuerst nur Pferdebetrieb)
1857 Der französische Geologe Amado Pissis besucht Chañarcillo und veröffentlicht danach das Buch "Geografía física de Chile". Ihn bedrücken insbesondere die hohen Produktionskosten der Silberminen, welche etwa um das vierfache von normalen europäischen Minen liegen. Seine Kritik stößt auf taube Ohren.

Im selben Jahr: Pocken in Chañarcillo (November 1857)
1858 Erste Versuche die Eisenbahnstrecke Pabellón - Chañarcillo mit Dampflokomotiven zu befahren. (Vorher wurden Pferde eingesetzt)
 [Pabellón -  Chañarcillo]
1860 Endgültige Umstellung auf Dampflokomotiven auf der Strecke Pabellón - Chañarcillo. [Pabellón -  Chañarcillo]
1865 Bau der Telegrafenleitung Chañarcillo - Carrizal Alto,

Zwischen La Serena und Chañarcillo wird eine Eilpostlinie eröffnet, ein Brief braucht nun 5 Tage.
1868 Die Eisenbahnstrecke Pabellón - Chañarcillo wird von einer englischen Firma an die "Compañía de Ferro Carril de Copiapó" verkauft.
1869 Die Feinsilberproduktion erreicht dieses Jahr 43.747,306 kg in Chañarcillo, welche etwa  1,76 %  der Weltproduktion dieser Jahre ist. Insgesamt arbeiten 1.796 Personen (im Jahresdurchschnitt) in den verschiedenen Gruben und Betrieben.
1870 In diesem Jahr arbeiten 63 Bergwerke in Chañarcillo mit 1570 Personen. Die Jahresproduktion beträgt 30,4 metrische Tonnen Feinsilber.
1871 Veröffentlichung einer geologischen Untersuchung über Chañarcillo:
"Henwood, W.J. (1871):  On the Mining District of Chañarcillo in Chili. - "
Im selben Jahr arbeiten 66 Minen mit 1653 Beschäftigten. Die Jahresgesamtproduktion erreicht 32 metrische Tonnen Feinsilber.
1872 1559 Personen arbeiten nach offiziellen Angaben in den 61 Bergwerken von Chañarcillo. Eine andere Quelle spricht von 63 Minen und 1309 Personen. Die Produktion erreicht dies Jahr nur 15,56 metrische Tonnen Feinsilber.
1873 Die Produktion sinkt erneut auf nur noch 12,3 Tonnen (metrisch) Feinsilber.
1874 La producción en las minas de Chañarcillo alcanzó 24,7 toneladas de plata fina, en 40 minas están trabajando 721 personas.
1875 Die Produktion in Feinsilber erreicht 19,8 Tonnen mit 971 Mitarbeitern.
Die Grube "Delirio" muss schließen.
Juan Godoi tiene 1963 habitantes (Meyers Conversation Lexikon de 1885)
1875/76 In der Stadt "Juan Godoy" öffnet eine technische Bergbau- und Vermessungs- Hochschule" ("ESCUELA  PRACTICA DE EXPLOTACIÓN Y MENSURA DE  MINAS  DE CHAÑARCILLO CREADA POR ACUERDO DE LA JUNTA DE MINERÍA, FECHA 4 DE NOVIEMBRE DE 1875." (HIER MEHR INFOS). Hier auch der Lehrplan der Ausbildung.
1876 Die Feinsilberproduktion erreicht in diesem Jahr 18.716,453 kg (auf 12 Monate interpoliert). Es kann deutlich ein stetiger Produktionsrückgang ausgemacht werden. Nun arbeiten auch nur noch 915 in den Gruben.
1881 Die Ausfuhr von Silbermineralen und Feinsilber von dem Bahnhof "Juan Godoy" wird mit 1.503 metrischen Tonnen angegeben. Etwa 5600 Personen benutzen den Zug von und nach Chañarcillo in diesem Jahr. Die Station liegt nach Anzahl an Passagieren auf dem fünften Platz der Stationen der Compania Ferro - Carril de Copiapó.
1884 In Chañarcillo (Juan Godoy) wird Ernst Hagemann geboren: Hagemann war zwischen 1923 bis 1933 Leiter des Statistischen Reichsamtes in Deutschland. Später gründete und leitete er der das Institut für Konjunkturforschung (heute: Institut für Wirtschaftsforschung) in der Bundesrepublik Deutschland.
[Ernst Wagemann]
1885 In der Stadt Juan Godoy leben 1450 Einwohner.
1890 Hugo Kunz publiziert: "Chile und die deutschen Kolonien . Genaue Beschreibungen über Chile und die Region Atacama (> Literaturverzeichnis)   (Beispiele: Caldera, CopiapóChañarcillo)
Er beschreibt, dass die Ortschaft "Juan Godoy" schon völlig verlassen wurde.
1891 LDer Bahnhof von Juan Godoy zeigt nur noch 2234 Personenbewegungen. Der Gütertransport (Silber) wird mit 1.390 metrischen Tonnen in Mineralen und Barrensilber angegeben. [Hier mehr]
1895 In  "Juan Godoi" leben 954 Personen (Espinoza, 1895)
1896  Eduardo Neff Aguirre wird in Chañarcillo geboren - Ein späterer Direktor der Minenschule [Escuela de Minas] de Copiapó: Zwischen 1925/27 hasta 1930
1907 Die traditionellen Chañarcillo-Minen produzieren nur 52.012 Kilogramm Feinsilber. Die Hauptproduktion wird auf die Mine Esmeralda de Bandurrias verlagert (in diesem Jahr: 618.926 Kilogramm Feinsilber)
1908 Chañarcillo und Bandurrias (Mina Esmeralda) produzieren nur 952,785 Kilogramm Feinsilber.
1909 Die Produktion von Feinsilber geht in diesem Jahr auf 580,189 Kilogramm zurück.
1910/12 In der Gemeinde Chañarcillo gibt es Geschäfte mit Lebensmitteln und verschiedenen Waren: Pedro Aguirre, Eduardo Fernández, Juan King, Abraham Rodríguez, Zacarías Salas und Sucesión Miranda. (nach "Guía América de Sur, 1910/1912")
1923 Martin weist darauf hin, dass der Zug nach Chañarcillo nur sporadisch fährt, aber immer noch existiert..
1980 Hohe Silberpreise führen zu einer unkontrollierten "Revision" der Abbau-Halden.
2004 Erneute Prospektion im Bereich von Chañarcillo
© Dr. Wolfgang Griem (2005): www.geovirtual2.cl / Chañarcillo

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Literatur:
• Domeyko, I.
(1903): Jeología. – Tomo Quinto, edición oficial; Santiago de Chile (Imprenta Cervantes).
• Gormarz (1874): Estadística de la minas del Departamento de Copiapó 1869 a 1873, Provincia de Atacama. - Imprenta El Copiapino
• MUÑOZ, Santiago (1894): Jeografía Descriptiva de la Provincias de Atacama y Antofagasta. - Imprenta Gutenberg, Santiago de Chile.
PHILIPPI, RODULFO AMANDO (1860): Viage al Desierto de Atacama, hecho de orden del gobierno de Chile en el verano 1853-54.- 236 +6 p. 25 tablas; 7 perfiles  Halle Sajonia, Librería Eduardo Anton.
• Pissis, A. (1875): Atlas de la Geografía Física de la República de Chile. - Instituto Geográfico de Paris, 23 laminas.
Tornero, Recaredo (1872): Chile Ilustrado - Guía Descriptivo. -  495p. 200 grabados de madera; Librería i ajencias del Mercurio, Valparaíso.

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Veröffentlicht: 21.2.2006, Aktualisierung: 13.2.2016, 14.7.2018
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