Eisenbahnen in
Atacama
(Chile)

Caldera - Copiapó - San Antonio , Chañarcillo (Atacama, Chile)
Die Caldera- Copiapó- San Antonio - Bahn
Originaltext von Hugo Kunz (1890)

Museo Virtual
W. Griem (2007)
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deutsch - español

Kunz (1890) beschreibt detailliert die Linien der  Copiapó - Eisenbahngesellschaft, also die Strecken Caldera - Copiapó, Copiapó - San Antonio, Paipote - Puquios, und Potrero Seco - Chañarcillo.

Der Text beinhaltet einige sehr spezielle Daten wie zum Beispiel das Gewicht der Schienen etc, aber es werden auch viele generelle Punkte angesprochen. 

Auch wird der Fehler " die älteste (Bahnanlage) auf dem südamerikanischen Continent" stets wiederholt.

 

siehe auch:
Copiapó - Caldera y Cerro Imán
Copiapó - Diego de Almagro y Puquios

Copiapó - Los Loros
Pabellón - Chañarcillo
 

Die Eisenbahnen der Provinz Atacama.

Die Caldera- Copiapó- San Antonio - Bahn.
(Originaltext von Hugo Kunz, 1890)

Die älteste der chilenischen Bahnanlagen und zugleich die älteste auf dem südamerikanischen Continent, diejenige, die vom Hafen von Caldera in der Provinz Atacama über Copiapó nach San Antonio führt verdankt ihre Entstehung der privaten Initiative einer auf Actien gegründeten Gesellschaft. deren Capital sich anfänglich auf 800.000 $ belief, das nach und nach (zu 8400 Actien á 500 $ vertheilt) auf 4.200.000 $ erhöht wurde und sich zur größeren Hälfte in englischen Händen befindet.
Der Bau der Bahn wurde im Jahre 1850 auf die Initiative William Wheelwright's von dem nordamerikanischen Ingenieur Allan Campbell im Hafen von Caldera begonnen und im December 1851 bis Copiapó vollendet. Zwei Jahre später erwarb die Gesellschaft die inzwischen von einer englischen Compagnie erbaute Bahn nach Chañarcillo, bis endlich im Jahre 1870 auch die Zweigbahn nach Puquios dem Verkehr übergeben werden konnte.
Die Länge aller Geleise beträgt 242 Kilometer, die Spurweite 1.435 Meter = 4'8 1/2" engl. Besondere Schwierigkeiten sind beim Bau der Bahn nicht zu überwinden gewesen, doch hat dieselbe Steigungen bis zu 5.2% und Curven von 150 Meter Radius zu überwinden. Das Gewicht der Schienen variirt zwischen 21,1 und 37,45 Kilogramm pro Meter, zumeist Eisenschienen, die nach und nach durch Stahlschienen ersetzt werden.
In Folge der seit mehreren Jahren nachgelassenen Grubenproduction sind auch die Einnahmen der Bahn hinter dein Erträgnis früherer Jahre zurückgeblieben, demungeachtet noch im Jahre 1886 eine Dividende von 5 1/2% zur Vertheilung gelangen konnte.
Die Einnahmen in den Betriebsjahren 1882—1886 illustriren folgende Zahlenangaben:


Einnahmen der Copiapó Bahn zwischen 1882 bis 1886:

Jahr

Personen ($)

Fracht ($)

Verschiedenes ($)

Total ($)

1882

85.420,15

527.371,81

26.587,37

639.379,33

1883

84.813,17

477.671,29

40.907,49

603.391,95

1884

78.937,17

391.611,36

22.452,03

492.973,56

1885

76.093,54

433.359,65

16.435,11

525.888,30

1886

84,132,35

451.570,11

25.789,84

561.492,84

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Beförderte Personen und Güter durch die Copiapó - Bahn in den Jahren 1882 bis 1886:

Jahr

Personen

Güter (kg)

Ausgaben ($)

% der Einnahme

1882

76.750

78.977.800

323.080,88

50,53

1883

69.477

72.163.700

318.624,86

52,80

1884

65.253

69.965.000

296.360,73

60,12

1885

67.612

82.153.700

299.765,52

57,00

1886

74.295

89.456.900

320.343,62

57,05

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Piedra Colgada
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Historische Quellen
Beschreibung einer Eisenbahnfahrt von Caldera nach Copiapó um 1852 von Paul Treutler

Eisenbahnfahrt um 1859/60 von Burmeister: Copiapó - Caldera

Philippi
reist um 1853 von Caldera nach Copiapó


Treutler beschreibt einen Unfall auf der Strecke von Copiapó nach Caldera im Jahre 1853

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Copiapó - Diego de Almagro y Puquios

Copiapó - Los Loros
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... siehe auch
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Kunz, Hugo (1890): Chile und die deutschen Kolonien. - 634 Seiten: Commisonsverlag Julius Klinkhard, Leipzig
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(*Veröffentlicht am 8. 8.2007)
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